Verlage und ihre Logo´s

Viele alte Hersteller und Verlage sind nur sehr schwer zu identifizieren. Oft ist nicht mal ein Logo zu finden. Wenn man aber doch eines auf der Verpackung oder der Anleitung entdeckt, ist der Urheber des Spiels manchmal immer noch nicht herauszufinden.

Mittlerweile habe ich einige Logo´s der älteren bzw. alten Verlage und Hersteller zusammengetragen und konnte sie zuordnen.

Hier findet ihr vielleicht ein Logo, das euch bisher unbekannt war und ihr wisst nun von wem das jeweilige Spiel ist.

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- A -

ABC Verlag G.m.b.H. - (Georg Reulein) / Nürnberg

ABC Verlag
ABC Verlag
ABC Verlag

Geschichte:

Bis Ende des 1. Weltkriegs: Produktion von Briefmarkenspielen (Famos) ...

1918/19 (kurz nach dem Ersten Weltkrieg) begann Tietz und Pinthus mit der Produktion von Spielen in Magdeburg;

1922/3 Verlagerung der Firma nach Nürnberg, Wechsel der Marken zu (zusätzlich) 'ABC Verlag'.

1938 wurde die Firma von Georg Reulein (seit 1907 Distributor für Tietz und Pinthus) gekauft - ein paar Monate zuvor zwang die Regierung andere jüdische Besitzer [Spear, Klee ...], ihre Firmen / Lebenswerke für ein Taschengeld zu verkaufen, genannt Arisierung („Entjudung“ nannten die Nationalsozialisten die Verdrängung von Juden und „jüdischen Mischlingen“ aus Handel, Gewerbe, Wohnungen, Häusern und Wissenschaft im Sinne der Nürnberger Gesetze.); Das Logo ABC wurde noch benutzt, aber das Logo 'Reulein' wurde angehängt.

Der ehemalige Besitzer Willi Pinthus emigrierte in die Schweiz; zusammen mit einem anderen jüdischen Geschäftsmann gründete er 1939 Carlit (Cartonagen und Lithographien)

1946 beginnt die Neuproduktion mit einem neuen Logo "Noris" Noris Spiele

Daten aus einer Publikation von Rudolf Rühle / für weitere Informationen siehe Spielbox 4/2001, Seiten 28-30

Abel Klinger Verlag / Nürnberg

Abel Klinger Verlag
Abel Klinger Verlag

Geschichte:

Hervorgegangen ist die Firma aus den jeweis 1785 gegründeten Kunstverlagen J. G. Klinger und C. J. Renner, die beide mit der Herausgabe von Kupferstichen und später auch Spielen, neben vielen anderen Verlagen in Nürnberg tätig waren.

J. G. Klinger verstarb schon 1806. Seine Witwe C. Walp. Klinger (geb. Christian) führle das Geschäft weiter, unterstützt wohl von J. P. Dreykorn (und eventuell von dessen Vater C. R. Dreykorn, beide Kupferstecher).

1835 war C. C. Abel nach Nürnberg gekommen. Mit Kapital und vermutlich auch Kenntnissen im graphischen Gewerbe (Lithograpie?) kaufte er sich zunächst bei G. N. Renner ein; beide firmierten dann als Renner & Abel.

1839 wurde er auch Teilhaber der Firma Klinger, die vermutlich aufgeteilt wurde, in einen Teil unter der Führung von Dreykorn, der nun einige Spiele unter seinem verschlungenen Kürzel JPD, und dem von Abel, der mit dem Signet AK einige Spiele versah. 1839 hatte die Firma Klinger die Konzession für lithographische Druckerzeugnisse erhalten (die Nürnberger hatten sich bis dahin erfolgreich gegen diese neue Technik gewehrt).

In mehreren Schritten ging die Firma in die Hände von C. C. Abel über (1862 endgüllig), und ähnlch war es wohl auch mit der Firma Renner, die auch von Abel ganz übernommen wurde.

Über C. C. Abel und seine Familie sind keine weiteren Daten bekannt.

Bis 1897 blieb die Firma im Besitz der Familie Abel, firmierte weiter unter Abel Klinger Spiele und ab 1897 mit der Bezeichung Heimchen-Spiele.

1904 kam die seit 1835 bestehende Firma Pabst aus Nürnberg hinzu.

1918 entstand das Firmenzeichen mit dem Pöppel (einbeschrieben CAKN) und die Bezeichnung Lilliput.

Ab 1945 wurde die Firma unter der Bezeichnung Vereinigte Kunstanstalten L. Senkeisen u. C. Abel - Klinger, Fürth geführt.

1971 übemahm ASS die Firma.

 

Aufstellung - Der Verlag Abel Kinger im Wandel der Zeiten:

  • Joh. Georg Klinger (1764 . 1806) grüngete 1785 den Kunst-Verlag
  • 1806 - C. Walp. Klinger (geb. Christian) führte den Verlag weiter
  • 1829 - Joh. Paul Dreykorn (1805 - 1875) Geschäftsführer?
  • Seit 1837 wurde die Firma, nachdem 2 Jahre früher Carl Casimir Abel als Teilhaber eingetreten war, unter dem Namen C. C. Abel & Comp. weitergeführt. Die in Nürnberg heimische Spielwarenindustrie veranlaßte das Haus, sich mit dem Verlag von Jugend-, Zauber- und Gesellschafts-Spielen in weitester Ausdehnung zu befassen, sodass seine Erzeugnisse im Buchhandel bald die erste Stelle einnahmen.
  • 1839 - Teilverkauf an Dreykorn und Carl Casimir Abel (1804 - ?)
  • 1850 Zusammenarbeit mit G. N. Renner > Abel u. Co. Die Vereinigung des Geschäftes mit der Firma J. G. Klingers Kunsthandlung in Nürnberg im Jahre 1850 mit deren ausgedehntem Erd- und Himmelsglobenverlag, schuf am 1. Juli 1850 die neue Firma C. Abel-Klinger, unter welchem Namen der angesehene Kunstverlag auch heute (2014) noch fortbesteht.
  • 1852 - Teil-Verzicht von Dreykorn > Abel u. Klinger
  • 1857 - Kunsthandlung Abel - Klinger
  • 1862 - Dreykorn scheidet ganz aus
  • Bis 1897 blieb das Geschäft im Besitze der Familie Abel, um dann an den Schwiegersohn des Vorinhabers, an Georg Zach (geb. 1861) und an Johannes Zeltner (geb. 1869) überzugehen.
  • 1897 > Heimchen-Spiele
  • Seit 24. November 1900 ist Theodor Körner, Inhaber der chromolithogr. Kunstanstalt und Abziehbilderfabrik Huber, Jordan & Koerner in Nürnberg mit Zweigniederlassungen in New-York, Cincinnati und London, Besitzer der Handlung.
  • 1904 > mit Papst, Nürnberg (seit 1835)
  • 1918 > Pöppel mit Lilliput
  • 1936 > Ludw. Senkeisen
  • 1945 > Vereinigte Kunstanstalten L. Senkeisen u. C. Abel - Klinger, Fürth
  • 1971 > ASS
  • Ein Zweiggeschäft befindet sich in Berlin, Ritterstr. 21, während in Nürnberg eine eigene Fabrik von Erd- und Himmelsgloben, Jugend- und Gesellschafts-Spielen, unter denen die Heimchen-Spiele am bekanntesten geworden sind, besteht.

Abel Klinger Verlag - Heimchen-Spiel / Nürnberg

Abel Klinger Verlag Heimchen-Spiel

Geschichte:

Hervorgegangen ist die Firma aus den jeweis 1785 gegründeten Kunstverlagen J. G. Klinger und C. J. Renner, die beide mit der Herausgabe von Kupferstichen und später auch Spielen, neben vielen anderen Verlagen in Nürnberg tätig waren.

Bis 1897 blieb das Geschäft im Besitze der Familie Abel, um dann an den Schwiegersohn des Vorinhabers, an Georg Zach (geb. 1861) und an Johannes Zeltner (geb. 1869) überzugehen. 1897 kamen dann die Heimchen-Spiele.

Alfred Hahn´s Verlag / Leipzig

Alfred Hahn´s Verlag
Alfred Hahn´s Verlag

- B -

Bayerwald - Spiele

Bayerwald Spiele
Bayerwald Spiele

Bing Spiele - Bing Werke / Nürnberg

Bing Spiele Bing Werke
Bing Spiele Bing Werke
Bing Spiele Bing Werke
Bing Spiele Bing Werke

Bing Spiele Bing Werke

Firmenlogo bis 1902

Bing Spiele Bing Werke

Firmenlogo 1902-1925

Bing Spiele Bing Werke

Firmenlogo 1925-1934


Blatz-Unternehmensgruppe / Berlin

Blatz Unternehmensgruppe

Bezet-Verlag - Spielehersteller Benno Zimmermann / Wutha in Thüringen

Bezet Verlag

- C -

Carlit / Zürich, Schweiz

Carlit
Carlit

Christian Herbart - Spielefabrik / Fürth in Bayern

Christian Herbart Spielefabrik

- D -

Diana Spiele-Verlag / Frankfurt

Diana Spiele Verlag

- E -

Eucosa-Spiele

Eucosa Spiele

Ewald Bobel (Eigenverlag) / Herford

Ewald Bobel

- F -

Felix Lasse (Marke EDMA, gegr. 1877) - Blechspielwarenhersteller / Leipzig

Felix Lasse EDMA

Felsenburg-Verlag / Marburg (Lahn)

Felsenburg Verlag

FKV Spiele - Ferdinand Krick KG - Krick Spiele (Franz Willi Kratsch Verlag) / Leipzig

FKV Spiele - Ferdinand Krick KG - Krick Spiele - Franz Willi Kratsch Verlag
FKV Spiele - Ferdinand Krick KG - Krick Spiele - Franz Willi Kratsch Verlag
FKV Spiele - Ferdinand Krick KG - Krick Spiele - Franz Willi Kratsch Verlag

FSN - Franz Schmidt / Nürnberg

FSN Friedrich Schmidt Nürnberg
FSN Friedrich Schmidt Nürnberg
FSN Friedrich Schmidt Nürnberg

Geschichte:
1936 macht sich Franz Schmidt selbständig und gründet in Nürnberg die Spielefirma Franz Schmidt Nürnberg, Logo FSN. Er ist der Sohn von Josef Friedrich Schmidt, der das "Mensch ärgere Dich nicht" Spiel erfunden hat. Im Folge des Krieges und entsprechender Zerstörungen schließlich erfolgte die Verlegung der Firma nach München, Logo zunächst FSM, dann SPIELE SCHMIDT mit den Zwiebeltürmen.

FX Schmid / Prien am Chiemsee

FX Schmid

- G -

G. J. Pabst Verlag / Nürnberg

G. Pabst Verlag

GEG-Druckerei und Verlag / Hamburg

GEG-Druckerei und Verlag

Geschichte:

Die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.H. (GEG) war als ein gemeinwirtschaftliches Unternehmen die Waren- und Wirtschaftszentrale von Konsumvereinen der sogenannten Hamburger Richtung von 1894 bis zum Ende der Weimarer Republik.

 

Gründung: Die erste Gründungsversammlung der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine fand am 6. und 7. April 1893 in Leipzig statt. Anwesend waren 94 Vertreter von deutschen Konsumvereinen. 53 Vertreter sprachen sich für die Unternehmensform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und 17 für die einer „eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht“ aus. Die zweite Gründungsversammlung der Großeinkaufs-Gesellschaft war vom 26. bis zum 28. Mai 1893 in Hamburg. Es waren 55 Vereine vertreten.

Auf Grund von Differenzen mit dem Registergericht fand am 16. März 1894 eine formgerechte begründende Versammlung der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumververeine mit beschränkter Haftung zu Hamburg durch die Bevollmächtigten Carl Haber und Ewald Fritsch statt. Es wurde ein amtliches notarielles Protokoll aufgenommen.

Der Gesellschaftsvertrag vom 16. März 1894 bestimmte als Sitz der Gesellschaft Hamburg. Der Gegenstand des Unternehmens: „Consumvereinen und sonstigen Wirthschaftsvereinigungen, Colonialwaaren, Producte und Fabrikate in der Lebensmittelbranche, Lebens- und Haushaltungs- und Wirthschaftsbedürfnisse durch Ankauf oder andere Handelsgeschäfte gut und preiswerth zu beschaffen.“ Stammeinlagen wurden von 47 Konsumvereinen udgl. oder deren Vertreter übernommen; Stammkapital 34.500 Mark. Zum Geschäftsführer wurde Ernst August Scherling bestellt. Am 29. März 1894 wurde die Gesellschaft ins Handelsregister in Hamburg eingetragen. Am 1. April 1894 wurde das Geschäft eröffnet in Hamburg am Sandtorquai 14.

Am 6. April erschien die erste Nummer der Warenpreisliste.

1902 wurde in Hamburg, Engelstraße 31, ein eigenes Lagerhaus erworben. Hier wurde das erste Zentrallager der GEG am 1. Oktober in Betrieb genommen.

 

GEG als Warenzeichen: Der Geschäftsbericht für 1904 teilt mit, dass GEG von jetzt an eine Schutzmarke für alle in den eigenen Betrieben hergestellten Waren sei. 1907 wurde berichtet, dass als Neuerungen einige Packungen in Malzkaffee mit der Schutzmarke GEG eingeführt wurden. Das GEG-Zeichen war als Abwehrmaßnahme gegen Monopolansprüche der Markenindustrie vorgesehen. Es stand für monopolfreie genossenschaftliche Markenartikel.

Als Warenzeichen ab Mitte der 1920er Jahre wurden die Buchstaben „geg“ in einen Kreis gesetzt. Die nach oben spitz zulaufenden Buchstaben sollten an die Speichergiebel des Handelshauses erinnern.

Goebel Spiele-Verlag / Frankfurt

Goebel Spiele Verlag

Gong Spielwaren

Gong Spielwaren

Gustav Weise Verlag / Stuttgart

Gustav Weise Verlag

- H -

Hans Heine Verlag / Leipzig

Hans Heine Verlag

Hausser Spiele - OMHL (Otto und Max Hausser) / Ludwigsburg

Hausser Spiele OMHL
Hausser Spiele OMHL

HGG Spiele (vermutlich Hans Gleichmar Gotha) / Gotha

HGG Spiele

Hugo Gräfe Spieleverlag

Hugo Gräfe Spieleverlag
Hugo Gräfe Spieleverlag